Presse
18.09.2015, 15:38 Uhr | Märkische Allgemeine Zeitung / Martina Burghardt
Zuwendung für Schloss und Stipendiaten
Künstlerhaus Wiepersdorf bekommt eine neue Heizung
Wiepersdorf – Künstler wie Philipp Moritz aus Berlin bekommen ein Stipendium, damit sie einige  Monate in Ruhe in Wiepersdorf arbeiten können. Der Maler weiß die guten Bedingungen dort zu schätzen, auch die Kontakte zu anderen Künstlern und ebenso die professionelle Betreuung durch die Mitarbeiter des Künstlerhauses.

Manchmal jedoch kann das Haus selbst Unterstützung sehr gut gebrauchen, vor allem, wenn Reparaturen anstehen. Die Bundestagsabgeordnete Jana Schimke (CDU) brachte bei ihrem Besuch am Mittwoch die gute Nachricht mit, dass die Fördermittel für die Heizung bewilligt wurden. Zur Führung durch die Ateliers und Räume des Schlosses gehörte deshalb auch ein Blick in den Heizraum und Fachsimpelei über energetische Sanierung und Effizienz. 

Für den Eigentümer des Künstlerhauses, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz kommt die 50-Prozent-Förderung aus dem Bundesprogramm „Invest Ost“ für kulturelle Einrichtungen zur rechten Zeit. Die Stiftung hat seit 2006 bereits 1,6 Millionen Euro in den einstigen Wohnsitz von Bettina und Achim von Arnim investiert, wie Felix Breidenstein, Vorstand der Stiftung, berichtete. Für die neue Heizung sind im Moment 380 000 Euro veranschlagt. Ob die Wärme künftig mit Gas oder Holz erzeugt wird, soll die Planung ergeben, die in den nächsten Tagen in Auftrag gegeben wird. „Gebaut wird unmittelbar nach dem Ende der  Heizperiode im nächsten Frühjahr“, kündigte Stefan Malsch, Architekt bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz an. 

Für David Kaluza (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Niederer Fläming, und Anne Frechen, Direktorin im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf, und nicht zuletzt für den Vorstandsvorsitzenden des Freundeskreises Schloss Wiepersdorf, Norbert Baas, sind es erfreuliche Nachrichten. Ihnen ist der Erhalt dieser Einrichtung – sowohl für Künstler als auch für geschichts- und kulturininteressierte Touristen – besonders wichtig.

Gerade deshalb nutzte Felix Breidenstein die Gelegenheit, der Bundestagsabgeordneten von den Sorgen zu berichten. Das vom Land Brandenburg zur Verfügung gestellte Stiftungskapital erbringt nicht genug Zinsen, um die Kosten für den Künstleraufenthalt zu decken. Darüber sei man mit dem Land im Gespräch, sagte er. Die Aufwendungen für den Erhalt der Bausubstanz zahlt die Stiftung hingegen problemlos aus eigenen Mitteln.