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02.05.2017, 12:00 Uhr
Bürger machen sich stark für Onlineversand von Medikamenten
Jana Schimke erhält 1.500 Zuschriften aus dem Wahlkreis
In den vergangenen Wochen erreichte die Bundestagsabgeordnete Jana Schimke rund 1.500 Zuschriften von Bürgern aus der Region. Sie eint die Sorge, dass der Gesetzgeber den Versandhandel von rezeptpflichtigen und oftmals preisgünstigeren Arzneimitteln verbieten will.  Auch Jana Schimke sieht den Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums kritisch und beantwortete dazu jeden eingegangenen Brief.

„Mich erreichen regelmäßig Zuschriften, doch solch eine Vielzahl erlebe ich erstmalig. Der Onlineversandhandel von Medikamenten ist den Menschen in der Region ganz offensichtlich sehr wichtig. Auch ich glaube, dass ein Verbot des Versandhandels falsch ist. Im Interesse der Patienten, aber auch unserer hiesigen Apotheken, müssen wir eine andere Lösung finden. Wir benötigen eine gute Versorgung vor Ort durch unsere Apotheken, aber auch die Möglichkeit des Versandhandels“, so Jana Schimke.

Jana Schimke bei der Beantwortung der rund 1.500 Zuschriften


Zum Hintergrund:

Seit Anfang März erhalten die Bundestagsabgeordneten vielfache Zuschriften zu der aktuellen Debatte um die Regelung des Apothekenversandhandels. Der Europäische Gerichtshof entschied, dass der freie Warenverkehr ausländischer Versandapotheken durch die deutschlandweite Arzneimittelpreisverordnung gegen EU-Recht verstößt. Aktuell wird dazu ein Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums diskutiert, der den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten verbietet, um Präsenzapotheken in Deutschland zu schützen. Bisher wurde der Vorschlag vom Kabinett nicht beschlossen und war deshalb noch nicht Gegenstand der parlamentarischen Beratungen.